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Zeitungsdruck

25.01.2017 11:49

Guardian könnte Printproduktion auslagern

Die finanziellen Schwierigkeiten, in denen der britische "Guardian" steckt, wird wohl zuerst Folgen für die Druckerei des Unternehmens haben: der Druck soll künftig vielleicht ausgelagert werden und das Format des "Guardian" schrumpfen.

Sie stehen inhaltlich und gesellschaftlich an jeweils entgegengesetzten Enden der britischen Zeitungslandschaft: Rupert Murdochs britischer Zeitungsverlag News UK mit konservativen Titeln wie der "Sun" oder der "Times" und der liberale "Guardian". Und doch könnten sich die beiden Unternehmen künftig die Druck-Infrastruktur teilen. 

Denn der "Guardian", seit Jahren auf "Digital First" konzentriert, ohne dabei konsequent ein Paid Content-Konzept zu verfolgen, steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Die Guardian Medii Group hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 69 Millionen Pfund verkraften müssen. Noch schwerer wiegt in dieser Bilanz, dass die Online-Umsatze von 84 auf 82 Millionen Pfund zurück gingen.

Nun sucht der Guardian dringend nach weiterem Sparpotenzial. 20 Prozent der Kosten sollen reduziert werden, um in drei Jahren endlich einen Break Even erreichen zu können. Und da dürften die Verlagsmanager nun das Printprodukt als Sparreservoir gefunden haben.

Nach einem Reuters-Bericht überlegt der Verlag, den Druck seiner Zeitungen - neben dem "Guardian" befindet sich auch der"Guardian Weekly" sowie die Sonntagszeitung "Observer" im Portfolio, an die Druckereien von Rupert Murdoch in Großbritannien auszulagern. Auch eine Änderung auf das Tabliod-Format wird derzeit in der Chefetage des Verlages überlegt.

Erst im Herbst 2015 hatte der Verlag seine Druckproduktion in eine eigene Einheit ausgelagert. Seitdem bemüht man sich auch verstärkt um Fremdaufträge.

Der "Guardian" hatte im Jahr 2015 eine Druckauflage von knapp über 170.000 Exemplaren.

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