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Farbmanagement

04.04.2016 06:26

Pantone schickt Farben in die Wolke

Um die Verbindlichkeit von Farben auch über den gesamten Produktionsprozess aufrecht zu erhalten, präsentiert Pantone nun ein Cloud-Service zur Verwaltung von Farbbibliotheken.

Farbe neigt dazu, auf dem Weg vom Designer zum Verpackungshersteller eine unabsichtliche Färbung zu entwickeln, sich leicht zu verändern, einen anderen Ton anzunehmen. Dieses Phänomen haben zumindest in den USA schon erstaunlich viele Brand Owner bemerkt. Ein Viertel von ihnen, so will der Farblieferant Pantone bei einer Umfrage herausgefunden haben, entdeckt regelmäßig, dass zwischen dem, was einst ein Designer entworfen hat und dem, was dann in Regalen landet, eine farbliche Diskrepanz entstanden ist. 

Um die Sicherheit bei des Farbdesigns zu verbessern, wird Pantone bei der Drupa eine neue Cloud-Lösung präsentieren. Das kündigte das Unternehmen kürzlich bei einem Pre-Drupa Event im belgischen Brügge an. In der Pantone Live Private Cloud können Markenartikler eigene Farbbibliotheken sicher speichern und auch problemlos innerhalb der gesamten Farblieferkette austauschen.

Diese neue Lösung soll für die präzise digitale Farbkommunikation zwischen Markenartiklern, Designern, Medienvorstufe, Farbherstellern und Druckdienstleistern sorgen und Unklarheiten bei der Kommunikation von Farbspezifikationen aus dem Workflow-Prozess verbannen.

Dadurch können Verpackungshersteller und Druckdienstleister eine konstante Farbreproduktion gewährleisten und die Erwartungen ihrer Kunden jederzeit erfüllen.

Alle in der Cloud veröffentlichten Farben können in Pantone-fähigen Druckvorstufensystemen wie GMG und Esko ausgewählt werden. Aufgrund der digitalen Farbkommunikation können auch genauere Proofs erstellt werden. Da die Farbreferenzen in einem sicheren Online-Repository gespeichert sind, wird der Zeitaufwand für die Druckfreigabe erheblich verringert.

Jetzt können alle Akteure in der Farblieferkette oder an verschiedenen Produktionsstandorten mit den gleichen spezifizierten, vorvalidierten und erreichbaren Markenfarben arbeiten. Für Druckmaschinenbediener erübrigt sich so auch der zusätzliche Zeit- und Materialaufwand zur Erzielung von Farben, die sich dann gar nicht reproduzieren lassen.

Außerdem sollen mit dem neuen Rationalization Service von Pantone Farbbibliotheken, die schon bei Druckereien angelegt sind, analysiert und mit dem Pantone-Bestand verglichen werden. Dadurch soll die Übereinstimmung zwischen dem virtuellen Farbbestand der Druckerei und jenem von Pantone erhöht und eine möglicherweise unnötige Neumischung von Farben verhindert werden.

 

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