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Wunschzettel

17.08.2016 10:02

"Ein richtiges Schnäppchen"

Eigentlich hatte Joachim Braun gar nicht vor, eine neue Digitaldruckmaschine zu kaufen. Er war zufrieden mit seiner Xeikon 500. Doch dann wurde dem Geschäftsführer von Braun Digitaldruck in Ulm eine gebrauchte Xeikon 5000 aus Wien angeboten. Joachim Braun erzählt, warum er sich für die Gebrauchtmaschine entschieden hat.

„Wir waren einer der ersten Druckdienstleister, die im Jahr 2000 eine Xeikon 50 D gekauft haben. Schon einige Wochen später wurde diese zur Xeikon 500 aufgerüstet. Damals haben wir auf der Maschine Flyer, Folder und Broschüren gedruckt. Es gab noch kein Flyeralarm oder andere große Onlinedruckereien und der Akzidenzdruck war noch ein attraktiver Markt, weil es nur wenige Digitaldruckmaschinen gab. Trotzdem haben wir damals schon erkannt, dass für uns als Großformatdrucker die Maschine wunderbar geeignet ist, um Deckenhänger und Banner zu produzieren.

Wir drucken dafür nicht auf Papier, sondern auf einem 125 µ dicken Polyesterfilm. Im Gegensatz zu Papierbannern, die sich rollen oder wellen, hängen diese auch nach dem Versand in aus Kostengründen möglichst engen und kleinen Rollen noch völlig gerade. Wir können also großformatige Drucke wirklich günstig weltweit versenden. Zudem haben wir uns eine Maschine bauen lassen, die automatisiert diese Drucke direkt mit dem Aufhängesystem beleistet. Es gibt nur sehr wenige Unternehmen, die so etwas überhaupt anbieten, und die drucken in der Regel nicht. So können wir unseren Kunden ein sehr kostengünstiges Endprodukt liefern. Auf genau dieses Produkt haben wir uns im Lauf der Zeit spezialisiert.

Das Besondere an der Xeikon 500 ist, dass die Druckqualität für diese Deckenhänger und Banner einfach optimal ist. Die Rollenlasermaschine ist außerdem sehr schnell. Nach wie vor ist sie eine der schnellsten Digitaldruckmaschinen auf dem Markt. Es bestand für uns also eigentlich überhaupt keine Veranlassung, in eine neue Maschine zu investieren. Doch dann kam der Zufall ins Spiel und bescherte uns eine zumindest für uns neue Xeikon 5000.

Nur ein Bruchteil des Neupreises

Die Xeikon 5000 war für uns ein richtiges Schnäppchen. Eine solche Maschine kostet neu rund 500.000 Euro. Ich habe für die Maschine aus Wien einen Bruchteil des Neupreises bezahlt. Natürlich hätte ich auch in eine ganz neue Maschine investieren können. Die wäre dann vielleicht einen bisschen schneller und bräuchte vielleicht auch noch etwas weniger Wartung. Aber wir müssen unternehmerisch denken. Eine gebrauchte Maschine in einem solch tadellosen Zustand ist vom Preis-Leistungs-Verhältnis her toll. Ich habe schon mit der Xeikon 500 die Erfahrung gemacht, dass eine solche Maschine wirklich zehn bis zwölf Jahre ordentlich arbeitet, und in der Druckqualität kann sie durchaus mit den ganz neuen Maschinen mithalten. So habe ich nicht lange überlegt und zugeschlagen.

Eine Woche bis zum Start

Die Monteure von Xeikon haben die Maschine also in Einzelteile zerlegt, hierher transportiert und wieder zusammengebaut. Das war für sie tatsächlich auch eine ganz neue Erfahrung. Wir haben jedenfalls einen sehr hohen Anspruch. Die Maschine muss laufen. Das hat erstaunlich gut funktioniert. Es hat insgesamt nur eine Woche gedauert, bis sie bei uns im Haus fix und fertig aufgebaut war.

Einmal eine, immer eine

Xeikon ist für uns ohnehin der ideale Partner. Dort geht man mit den Kunden fair um und baut auf langjährige Beziehungen. Ich persönlich glaube, wer einmal eine Xeikon-Maschine im Drucksaal stehen hatte, wird immer eine haben. Beispielsweise ergibt für uns ein Servicevertrag  keinen Sinn, da wir schon seit über zehn Jahren mit der Technik firm und unsere Mitarbeiter so fit sind, dass sie die Maschine selbst zerlegen könnten. Trotzdem werden wir nicht im Stich gelassen, wenn mal etwas schief läuft. Es gibt einen Telefonsupport, bei dem man immer einen Techniker erreichen kann. Die Abrechnung erfolgt nach den benötigten Minuten. So bekommt man sofort Hilfe und technische Unterstützung. Das ist eine sehr faire Geschichte, die wir sehr gut finden.

Wir nutzen nicht alle Funktionen, die unsere Maschine aus Wien bietet. Es gibt beispielsweise eine fünfte Farbstation für Weiß oder eine andere Sonderfarbe. Auch die automatische Abstapelung gehört zum Produkt, wird aber im Bereich der Langbahnen nicht benötigt. Diese Elemente wurden einfach wieder abgebaut und in den Hof gestellt. Der Workflow konnte völlig problemlos übernommen werden.

Etwas breiter

Was uns ein wenig fehlt, ist das breitere Format. Speziell in unserer Branche besteht schon der Bedarf, in der Geschwindigkeit und der Qualität auch bis zu 1,20 Meter breit zu drucken. Aber das zeichnet sich in dieser Maschinentechnik noch nicht ab. Für uns ist aber auch die gleichbleibende Qualität über einen möglichst langen Zeitraum wichtig. Die Maschine muss problemlos laufen, denn Standzeit kostet Geld. An dieser Maschine lassen sich alle Teile schnell austauschen und die Module in Ruhe reinigen. Wenn man Wert darauf legt, könnte die Maschine also wirklich fast rund um die Uhr drucken. Und das ist gerade im Digitaldruck ein sehr gewichtiges Argument.

Die Xeikon 5000 ist für unser Geschäftsmodell die logische Konsequenz. Sie braucht weniger Wartung als die Vorgänger-Maschine. Vom Hersteller gibt es noch über eine lange Zeit hinaus eine Ersatzteilgarantie. Die Druckqualität ist sehr viel besser und die Produktion einfacher und leichter. So hat sie beispielsweise ein neues Tonersystem. Der Toner ist feiner und deshalb auch gleichmäßiger im Auftrag. Die Qualität wird während des Druckvorgangs von der Maschine selbst kontrolliert und konstant gehalten. Bei der Vorgängermaschine musste der Operator noch mit einem Densitometer immer wieder selbst kontrollieren und die Druckwerke anpassen. Um eine hohe Qualität zu erreichen, ist also sehr viel weniger Aufwand nötig als vorher. Und in jedem Fall haben wir wieder auf viele Jahre hinaus die Sicherheit, eine ordentlich funktionierende Maschine zu besitzen.“

Aufgezeichnet von Anja Schlimbach

(4c Printausgabe Deutschland 4/2016)

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