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Übernahme

03.07.2015 10:40

Guy Gecht baut Dominanz im Großformat aus

Wieder hat EFI-Chef Guy Gecht zugeschlagen: EFI übernimmt den italienischen Textildruck-Spezialisten Reggiani und den israelischen Super-Großformat-Anbieter Matan. Die beiden Übernahmen passen perfekt in Gechts Strategie.

Die beiden Herren sind sehr gut miteinander befreundet: Benny Landa, mehrfacher Pionier im Digitaldruck und Guy Gecht, CEO des Druckkonzerns EFI, treffen einander regelmäßig und sind etwa durch die Integration eines Digital Front End auf Basis der Fiery-Technologie in die Landa-Druckmaschinen auch wirtschaftlich eng miteinander verbunden. Was Komori für die Mechanik in Landas nanografischen Druckmaschinen ist, das ist EFI für die Software. 

Die Zahl der Akquisitionen, die Gecht in den letzten Jahren durchgeführt hat, ist hoch und er hat sich dabei vor allem auf Software konzentriert: 2011 hat er den ERP-Anbieter Streamline übernommen, 2013 den MIS-Spezialisten Lector, 2014 Direct Smile und DiMS.

Mit der Übernahme des israelischen Großformatherstellers Matan, angesiedelt in Rosh Haa`yin einige Kilometer nordöstlich von Tel Aviv, hat Guy Gecht seinem Großformat-Imperium nun einen sehr entwicklungsstarken Standort direkt in Israel hinzufügen können.

Matan besetzt vor allem das Super-Großformat mit Druckbreiten zwischen drei und fünf Metern. Die Druckermodelle unter dem Markennamen "Barak"  arbeiten mit UV-härtender Tinte und verwenden die von Matan entwickelte so genannte Parallel Drop Size-Technologie. Die sprüht simultan und in einem Durchgang 40 Picoliter und 20 Picoliter große Tintentropfen auf das Substrat und sorgt damit für einen echten Produktivitätsschub. Je nach dem zu druckenden Motiv werden die 40 Picoliter-Tropfen für flächigere Elemente und die 20 Picoliter-Tropfen für feinere Details auf das jeweilige Material geschickt. 

Verkauft werden die Matan-Drucker auch von Fujifilm unter dem Seriennamen Uvistar.

Die neue EFI-Marke Matan und die alte EFI-Marke Vutek werden nun im Supergroßformat eine stärkere Position am Markt erreichen können. Das sehr innovationsfreudige Klima in der israelischen Digitaldruckszene und die räumliche Nähe zu Landa könnten für Guy Gecht, der Mathematik und Computerwissenschaften an der Universität Tel Aviv studiert hat, ebenfalls ein Motiv für die Akquisition gewesen sein.

Teilnehmer der von 4c und dem VDMB veranstalteten Printtour nach Israel vom 18. bis 21. Oktober können die Zentrale von Matan persönlich besuchen.

Mit der Übernahme des italienischen Textildruck-Herstellers Reggiani hat sich Gecht ein Ticket für das vermutlich wachstumsstärkste Segment im Großformat gezogen. Seit 2010 hat sich der Markt praktisch verdoppelt. Eine Umfrage zur letzten FESPA in Köln zeigte, wie attraktiv der Textildruck für die Drucker ist: 21,3 Prozent gaben an, dass eine Investition in diese Technologie anstehen würde. Der Textildruck liegt damit auf Platz 2 hinter Investitionen in UV-Inkjet, die von 27,2 Prozent der befragten Druckerei-Manager.

 

Lernen Sie Technologien und Top-Manager der wichtigsten israelischen Druckunternehmen kennen! Kommen Sie mit zur 4c-Printtour nach Israel vom 18. bis 21. Oktober 2015. Mehr zu dieser Reise finden Sie unter printtour.4-c.at

 

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