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Sicherheitsdruck

19.11.2017 14:29

Neue Reisepässe bringen frisches Geld in die Kassen der Staatsdruckerei

Die österreichische Staatsdruckerei legt eine gute Halbjahresbilanz vor - vor allem wegen des Runs auf neue Reisepässe.

Die börsennotierte private Staatsdruckerei (OeSD) hat auch im ersten Halbjahr 2017/18 vom "Run" auf österreichische Reisepässe profitiert und mehr verdient. "Der Zeitraum April bis September war geprägt vom Super-Pass-Jahr", teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Aufgrund der Einführung des Sicherheitspasses mit Chip vor zehn Jahren sind heuer deutlich mehr Reisepässe abgelaufen. Der Andrang auf neue Dokumente war dementsprechend groß und ließ die Kassen der privaten Staatsdruckerei klingeln: Die Umsätze stiegen auf 26,4 Mio. Euro nach 22,5 Mio. im Vorjahreszeitraum. Das Betriebsergebnis legte um 0,4 Mio. auf 5,5 Mio. Euro zu. Unterm Strich blieb ein Periodengewinn von 4,0 Mio. Euro (Vorjahr 3,7 Mio.). Im gesamten Geschäftsjahr sollen Umsatz und Ergebnis das Niveau des Vorjahres erreichen.

Gestern hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass sich ein 10-Millionen-Euro-Auftrag eines afrikanischen Staates über ID-Dokumente "aufgrund kundenseitig verursachter Projektverzögerungen" voraussichtlich auf das nächste Geschäftsjahr verschieben wird. Ursprünglich hieß es, der Auftrag werde im Geschäftsjahr 2017/18 realisiert.

Die Staatsdruckerei wurde in den Jahren 2000 und 2002 vollständig privatisiert. Eigentümer der Staatsdruckerei Holding AG sind zwei Privatstiftungen von Vorstand Robert Schächter und Aufsichtsratsvorsitzendem Johannes Strohmayer sowie eine Mitarbeiter-Privatstiftung.

(APA)

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