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Lob und Tadel

10.07.2014 09:37

Papierindustrie kritisch gegenüber Energieeffizienzgesetz

Die Papierindustrie steht nach wie vor kritisch zum gestern beschlossenen Energieeffizienzgesetz, erkennt aber auch Verbesserungen gegenüber früheren Entwürfen an.

“Das heute im Parlament beschlossene Energieeffizienzgesetz stellt trotz einiger Verbesserungen eine Belastung für die Papier- und Zellstoffindustrie dar“ hält Gabriele Herzog, die neue Geschäftsführerin der Austropapier fest. Es wird erwartet, dass die bei den Energieversorgern anfallenden Kosten auf alle energie-verbrauchenden Unternehmen umgewälzt werden. Dabei befürchtet die Branche, dass die energieintensive Industrie, die aktuell rund 100.000 Arbeitsplätze in Österreich bietet und einen wertvollen Beitrag zum BIP liefert, einen großen Teil dieser Belastungen tragen wird. Dies beeinträchtigt die Attraktivität des Industrie-Standortes Österreich.

Die Einführung eines Ausgleichsbetrages für Energieversorger ist jedenfalls nach Meinung der Austropapier ein Schritt in die richtige Richtung, obwohl die Erhöhung dieses Betrages um knapp 64 Prozent - von ursprünglich 12,2 auf nunmehr 20,0 Cent pro kWh - auf großes Unverständnis stößt. Zumindest wird jetzt eine Zweckwidmung der Mittel vorgesehen.


Die Papier- und Zellstoffindustrie begrüßt, dass die Nutzung von Abwärme nicht, wie im ursprünglichen Entwurf vorgesehen, bestraft wird. „Unsere Haupttätigkeit ist Papier und Zellstoff zu erzeugen. Es wäre dabei Verschwendung, Energieüberschüsse, die bei den Prozessen in der Industrie anfallen, nicht an andere weiterzugeben“, meint Herzog weiter.

Ablehnend sieht die Papierindustrie nach wie vor das KWK-Punktegesetz, das eine Betriebsförderung für Energieanlagen von Fernwärmeversorgern vorsieht. 

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