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Inauguration

19.01.2017 17:03

Drei Dinge, die Sie über Donald Trumps Erfahrungen mit Grafikdesign wissen sollten

In wenigen Stunden wird Donald Trump als 45. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt werden. Mit Grafikdesignern hat der ehemalige Reality TV-Star kaum gute Erfahrungen gemacht. Das wird sich bei seiner Inauguration auf den Stufen des Kapitols wohl fortsetzen.

1. Die Legende, die nichts mehr mit Trump zu tun haben will

Zu New York gehören beide. Der exzentrische Immobilienmilliardär mit seinem Trump Tower und seinem Penthouse, stilistisch angesiedelt zwischen Louis XIV. und Michael Jacksons Neverland-Farm, und Milton Glaser, Design-Legende und Schöpfer des berühmten "I love New York"-Logos. Einmal sind sich die beiden Herren begegnet, vor ein paar Jahren. Trump hatte damals Probleme mit Alkohol, genauer gesagt: mit einem von ihm lizensierten Wodka, dem Trump-Wodka, der sich eine Zeitlang weniger gut verkaufte. Also erteilte Trump Milton Glaser den Auftrag, die Flasche neu zu designen.

Heraus kam etwas, was Trump gut gefiel: eine viereckige Flasche, auf der auf zwei Seiten güldene Folie mit einem ausgestanzten "T" klebte, auf den gegenüberliegenden Seiten aber nur das goldene "T" in Goldfolie aufgekebt ist - ein spannender visueller Effekt. 

Donald Trump gefiel die Idee, klar, er liebt eben Gold. Trump bezahlte Glaser. Heute würde Designer Milton Glaser, so erzählte er kürzlich FastCoDesign, nicht mehr für Trump arbeiten: "Ich würde unter keinen Umständen wieder für Trump arbeiten. Er ist eine extrem gefährliche und negative Figur". 

 

2. Die Legende, die Barack Obama berühmt machte und nun gegen Trump protestiert

2008 wurde der kalifornische Graffiti-Künstler Shepard Fairey mit einem einzige Plakat berühmt: die ikonografische Darstellung zeigte den damaligen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und darunter das Wort, das Obamas Wahlkampagne und jedenfalls die ersten Jahre seiner Präsidentschaft prägte: "Hope".

Nun hat Fairey gemeinsam mit Fotografen wieder Plakate gestaltet und sie werden massenweise bei der Inauguration von Donald Trump auftauchen. Sie zeigen die Vielfalt der amerikanischen Gesellschaft von der muslimischen Frau mit Stars & Stripes-Kopftuch bis zur Latina mit Rose im Haar.

"We the People", heißt das Projekt - entnommen der amerikanischen Verfassung - und es soll darauf aufmerksam machen, dass Trump, der während des Wahlkampfes viele Minderheiten beleidigt hatte, sich einem Volk gegenüber sieht, das sich seiner Vielfalt bewusst ist. Finanziert wurde die "We the People"-Initiative als Kickstarter-Projekt und konnte mehr als 1,3 Millionen US-Dollar sammeln. Die Plakate werden während der Inauguration in Washington kostenlos verteilt.

 

3. Der Typograf, der aus Trumps Handschrift einen Font machte

Donald Trumps Handschrift ist exzentrisch. Weil er Kugelschreiber oder Füllfeder in einem ungewöhnlichen Winkel ans Papier setzt, laufen seine Buchstaben recht weit und die Buchstaben sind jeweils oben und unten recht stark betont. Das weiß man deshalb so genau, weil Trump Zeitungsausschnitte über sich gerne mit handschriftlichen Notizen versieht, meist nicht unbedingt zustimmend.

Mark Davies, Designer bein Online-Portal BuzzFeed hat daraus einen Font entworfen, der "Tiny Hand" heißt und dessen Namen auf die doch relativ kleinen Hände Trumps anspielt.

Tiny Hand können Sie hier kostenlos downloaden!

 

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