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Etikettendruck

27.10.2017 09:22

Stanzt doppelt so schnell

Heidelberg vertieft sein Engagement im Etikettendruckmarkt und stellt eine neue Rotationsstanze für Inmould-Etiketten vor.

Der Markt für Inmould-Etiketten wächst global kontinuierlich mit rund 4,3 Prozent (Awa Global Inmould Study 2017), und mehr als zwei Drittel der weltweiten Produktion werden für Lebensmittelverpackungen benötigt. Heidelberg bietet dafür über die lebensmittelkonforme Druckproduktion hinaus nun eine weiterentwickelte Rotationsstanze auf Basis der XL-Technologie.

Die Speedmaster XL 106-DD vereint als zwei entscheidende Produktionsschritte in einer Maschine. Im ersten Werk der Rotationsstanze wird mittels Stanzform auf einem Magnetzylinder das Injektionsloch im Etikett für den späteren Produktionsprozess hoch präzise gesetzt – selbst kleinste Löcher ab fünf Millimeter Durchmesser sind möglich. Dieser Schritt musste bisher separat erfolgen, mit entsprechend längerer Produktionszeit für den jeweiligen Job.

Das ausgestanzte Material wird über eine Absaugeinrichtung sicher entfernt. Das zweite Werk der XL 106-DD stanzt dann die Kontur des Etiketts aus dem Bogen. Unterm Strich bedeutet die Kombination der beiden Produktionsschritte in einem Arbeitsgang eine glatte Verdoppelung des Durchsatzes beim Stanzen, während sich die Rüstzeiten und die Kosten für Stanzwerkzeuge auf die Hälfte des bisher Notwendigen reduzieren lassen.

Die XL 106-DD verarbeitet Folien und Papier in Stärken von 0,05 bis 0,3mm bei einem Durchsatz von 6.000 bis 10.000 Bogen pro Stunde – und ist damit rund doppelt so schnell wie eine Flachbettstanze. Die Kosten für die Stanzwerkzeuge liegen üblicherweise im Rahmen von 300 bis 1.000 Euro; die Maschine ist normalerweise in 15 Minuten gerüstet.

Die Injektionslöcher können mit einem Durchmesser ab fünf Millimeter gestanzt werden, so dass alle branchenüblichen Bedarfe abgedeckt sind. Dadurch kann die XL 106-DD über Inmould-Etiketten hinaus auch Kunststoff- oder Papierverpackungselemente sowie POS-Artikel stanzen, die aufgrund des Designs ein „Fenster“ oder Loch zur Anbringung im Regal oder zur Befestigung am Produkt benötigen.

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