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Bildbearbeitung

08.09.2017 17:37

Corel will das Ende von Paint mit neuem Paint Shop Pro für sich nutzen

Während Microsoft Paint sich langsam in Richtung Softwarefriedhof begibt, vorerst aber noch im Microsoft App-Store zwischengelagert wird, hat Corel seine Bildbearbeitungssoftware CorelPaintShop Pro etwas aufgerüstet. 4c-Autor Ingo Woelk war bei der Präsentation in München.

PaintShopPro hat es nicht leicht: Muss sich die Bildbearbeitungssoftware doch gegenüber einigen kostenlosen, durchaus brauchbaren Alternativen auch abseits des Kritzelprogramms Paint, behaupten. Und PaintShopPro hat es doch auch leicht: Als definierter Gegenspieler zu Photoshop ist es im halb- und professionellen Bereich durchaus ein Klassiker. Von der Designer-Boheme eher belächelt, schätzen freiheitsliebende Nutzer durchaus die Arbeit mit der soliden Software, die regelmäßig aufgerüstet wird.

Beim aktuellen Tuning stehen drei Themen im Mittelpunkt: Der leichte Programmeinstieg durch intuitive Oberflächen, schnelleres Arbeiten und genauere Werkzeuge. Chris Pierce, Produktmanager von Corel, fasst die Ansprüche seines Programms, egal ob Profi oder Anfänger, so zusammen: „Sie benötigen ein Programm, mit dem Sie sofort loslegen und schnell produktiv arbeiten können.“ Den nicht vorhandenen Abo-Zwang sieht man bei Corel neben dem guten Kreativstandard als großes Plus. Das Webinar-Angebot sei ebenso beliebt. Auf eine mobile App des PaintShopPro verzichtet Corel indes weiterhin: Die Vorteile der Software wie Windows-eigene Routinen und CPU-Unterstützung für die neueste Intel-Generation lassen sich in einer App nicht abbilden. Die mangelnde Zahlungsbereitschaft der Generation App und die finanziellen Begehrlichkeiten der App Stores haben die Entscheidung zur Appstinenz wohl auch nicht erschwert. 

Zwei unterschiedliche Arbeitsbereiche

PaintShop Pro 2018 hat nun zwei unterschiedliche, voreingestellte Arbeitsbereiche. Der Arbeitsbereich „Grundelemente“ enthält nur die wichtigsten Werkzeuge, der Arbeitsbereich „Komplett“ alle Bearbeitungs- und Designfunktionen des Programms. Generell erscheint PaintShop Pro 2018 in einer für die Verwendung auf hochauflösenden Bildschirmen und Stift- und Touch-Geräten optimierten Oberfläche mit schnell anpassbaren Symbolleisten und neuen Symbolen.

Schnelleres Arbeiten

Ein Entwicklungsschwerpunkt lag auch auf Geschwindigkeitsverbesserungen: PaintShop Pro 2018 startet im Vergleich zur Vorversion doppelt so schnell und erledigt einzelne Aufgaben – wie die Berechnung der Schärfentiefe – bis zu viermal schneller als zuvor.

Außerdem enthält die aktuelle Version der Software zusätzlich zehn neue Farbpaletten, 30 Pinsel, 30 Verläufe, 30 Texturen und 15 Muster. Einige häufig benutze Werkzeuge wie jenes für den Beschnitt oder die schnelle Vorschau wurden verbessert. 

Für alle Regisseure

Ein kleiner Filmregisseur ist in Social Media-Zeiten ja fast jeder. Diesem Trend will das Videoschnitt-Programmen Pinnacle Studio von Corel mit der Version 21 gerecht werden Die Aufgaben-orientierte, deutlich klarer strukturierte Oberfläche ermöglicht es auch Einsteigern, sofort mit dem Programm zu arbeiten. Korrekturen wie Farbanpassungen und Effekte lassen sich über Keyframes, also Schlüsselbilder genauestens steuern. „Hollywood im Blick“ bewirbt es Corel. Das würde Hollywood vielleicht anders sehen. Die 80er im Blick wäre vielleicht passender: die 3D-animierten Logos fallen ästhetisch ein wenig aus der Zeit. Aber auch damit läge man geschmacklich bei vielen mittelständischen Unternehmen durchaus richtig. Der überarbeitete Exportdialog des Pinnacle Studios enthält zusätzliche Voreinstellungen beispielsweise auch für YouTube-Videos.

Preisgestaltung

Aber die Erwartung an ein Produkt ist ja üblicherweise ein gedanklicher Dialog zwischen Produkteigenschaften und Preis. Und für 69,99 Euro bekommt man mit Paint Shop Pro eigentlich ganz schön viel.

Pinnacle Studio läuft unter Windows ab 7 und ist in drei Ausstattungsvarianten verfügbar, das einfache Pinnacle Studio 21 kommt in Deutschland und Österreich auf 59,95 Euro (CHF 70,00).

 

 

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